Dortmund siegt zum zweiten Mal
aus der Schwäbischen Zeitung (22.08.2005):
BAD SCHUSSENRIED (reis) Der Sieger des 5. Internationalen B-Junioren-Fußballturnieres um den Nokia-debitel-Cup in Bad Schussenried heißt Borussia Dortmund. Die Westfalen holten sich durch einen 1:0-Finalerfolg über den Deutschen Meister Hertha BSC Berlin zum zweiten Mal nach 2002 den Pokal.
Das äußerst bescheidene Wetter wirkte sich negativ auf den Publikumszuspruch aus - an den drei Tagen dürften's insgesamt nicht einmal 1000 Zuschauer gewesen sein -, nicht aber auf die Spielfreude der Jugendlichen. "Die Spiele waren, bis auf die der Japaner, so eng, dass sie auch andersrum hätten ausgehen können", umschrieb Dortmunds Trainer Peter Wazinski das hohe ausgeglichene Niveau des Turniers. Seine Einschätzung galt auch fürs Endspiel, in dem die Hertha stark begann, nach einigen vergebenen Chancen aber das 0:1 durch Nationalspieler Lukas Lenz kassierte. Danach bekam die Borussia das Spiel immer besser in Griff und landete einen letztlich verdienten Sieg. Auch die Berliner gingen nicht ohne Trophäe nach Hause: Die Turnierleitung sah DFB-Auswahlkeeper Sascha Burchert als besten Torhüter des Turniers.
Endspiel-Torschütze Lenz hatte schon im Halbfinale beim Dortmunder 2:0-Sieg gegen den FC Bayern München beide Treffer erzielt. Im anderen Halbfinale hatten die Berliner durch einen Treffer von Sebastian Huke den VfB Stuttgart mit 1:0 bezwungen und damit den "Süd-Schlager" fürs Spiel um Platz 3 perfekt gemacht. Hier bezwangen die Schwaben die Bayern in einer abwechslungsreichen Partie mit 2:1. Bayern-Kapitän und -Abwehrchef Björn Kopplin, der nur im Halbfinale gegen Dortmund einmal patzte, durfte sich mit der Wahl zum besten Spieler des Turniers trösten. Mit leeren Händen fuhr der VfB nach Hause - und dies nach den viel versprechenden Gruppenspielen mit drei Siegen in drei Spielen.
Den fünften Platz holte sich der Nachwuchs von Eintracht Frankfurt durch einen 2:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach. Den 0:1-Rückstand durch Bünyamin Aksoy drehte Semih Aydilek mit zwei Treffern um, und nachdem der Frankfurter Stürmer schon in der Vorrunde beim 4:1 über die japanische Auswahl aus Ishikawa dreimal getroffen hatte, durfte er die Torjägertrophäe mit nach Hessen nehmen.
Wertvolle Erfahrungen nahmen der Sportclub Freiburg und die japanische Highschool-Auswahl aus Ishikawa mit nach Hause. Die Breisgauer blieben in den Gruppenspielen ohne Punkt und ohne Tor und kamen erst am Sonntag im Spiel um Platz sieben beim 5:0 über Ishikawa zu ihren Erfolgserlebnissen. Die einzigen ausländischen Gäste waren in dem deutschen Spitzenfeld weitgehend überfordert, vor allem körperlich hatten die Japaner dem Bundesliga-Nachwuchs wenig entgegenzusetzen. 


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